Zwischen Einzel- und Gemeinschaftsdepots: Depotüberträge zwischen Ehepartnern

Der Transfer ist schnell erledigt: Die Bank beauftragen und einige Tage später ist das Wertpapier vom Einzel- in das Gemeinschaftsdepot oder in die andere Richtung gewandert. Gibt es steuerliche Fallstricke zu bedenken?
Mit der Heirat wird das Vermögen der Ehepartner nicht gemeinsames Vermögen. Auch das, was man in der Zeit der Ehe verdient, bleibt weiterhin das eigene Vermögen jedes Ehepartners. Ausnahme: Die Ehepartner haben notariell die Gütergemeinschaft vereinbart. Geht nun Vermögen von dem einen an den anderen, kann Schenkungsteuer anfallen.
So erging es einem Ehepaar aus Bayern: Er verkaufte seine Firmenbeteiligung und ließ den Verkaufspreis auf das gemeinsame "Oder-Konto" überweisen. Das Finanzamt behandelte die Hälfte des stattlichen Kaufpreises als Schenkung an seine Ehefrau, weil es ein gemeinsames Konto ist. Das Ehepaar klagte und der Bundesfinanzhof half: Wenn die Eheleute nachweisen können, dass das Geld nicht wirklich in das Vermögen der Ehefrau überging, geht das Finanzamt leer aus. Die Gefahr bleibt aber besteht, nach Immobilien- oder Unternehmensverkäufen ist der steuerfreie Betrag von 500.000 Euro zwischen Ehepartnern für einen 10-Jahreszeitraum schnell aufgebraucht.
Überträgt man Wertpapiere von einem Einzeldepot in ein Gemeinschaftsdepot oder in die andere Richtung, werden sie von der Bank automatisch an das Finanzamt gemeldet. Damit kann überprüft werden, ob der Wertpapiertransfer eine steuerpflichtige Schenkung ist.
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Daniel Ziska, StB, GPC Tax

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