Grunderwerbsteuer: "5,0%-Gestaltung" bei Gesellschaften ab 2013 doch eingeschränkt?

Übersicht über die Grunderwerbsteuersätze
05.12.2012 Erwirbt man an einer grundstückbesitzenden Gesellschaft einen Anteil von 95% oder mehr, so wird Grunderwerbsteuer fällig.
Um die Grunderwerbsteuer zu vermeiden, werden oft weniger als 95% an der Gesellschaft erworben. Der kleinere Anteil, die verbleibenden mehr als 5%, werden durch eine andere Gesellschaft gehalten, sie wird auch "Real Estate Transfer Tax Blocker" ("RETT-Blocker") genannt.

Teilweise sind an beiden Gesellschaften die selben Personen mehrheitlich beteiligt. Um solchen Falle zu bekämpfen, sollte das Grunderwerbsteuergesetz geändert werden. Der Bundestag hat die Neuregelung jedoch nicht verabschiedet - damit schien sie vom Tisch.

Jedoch hat der Bundesrat für die Regelung gestimmt, da die Grunderwerbsteuer allein den Bundesländern zusteht und eine wichtige Einnahmequelle ist. Nun wird sie, wie auch zum Beispiel das Steuerabkommen mit der Schweiz, Gegenstand des Vermittlungsverfahrens. Dieses könnte bis 24. Dezember beendet sein und die Neuregelung ab 2013 greifen.

Empfehlung: Sollen grundstücksbesitzende Gesellschaften über zwei Erwerbergesellschaften gekauft werden um die Grunderwerbsteuer zu vermeiden. So sollte man möglichst noch in diesem Jahr handeln, wenn an beiden Erwerbern die selben Personen maßgeblich beteiligt sein sollen.
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