Fristsache: Ihre alten Spekulationsverluste können nur noch bis Jahresende Steuern sparen

Seit der Abgeltungsteuer sind alle realisierten Gewinne und Verluste aus Investmentfonds und anderen Wertpapieren steuerlich relevant; sie sind Teil der Einkünfte aus Kapitalvermögen. Vorher waren nur Realisierungen innerhalb eines Jahres ("Spekulationsgeschäfte") in der Steuererklärung anzugeben. Ende dieses Jahres läuft jetzt eine besondere Regelung aus, welche die alten Spekulationsverluste betrifft.

Hatten Sie vor 2009 Verluste beim Verkauf von Investmentfonds oder anderen Wertpapieren?

Ihr Finanzamt hat diese für Sie in einem besonderen Steuerbescheid festgehalten. Diese alten Verluste können seit 2009 mit Gewinnen aus abgeltungsteuerpflichtigen Wertpapieren verrechnet werden. Das gilt aber nur noch bis Ende 2013. Danach sind sie nur noch mit Spekulationsgewinnen aus Immobilien und ähnlichen Geschäften verrechenbar.

Was ist in 2013 zu tun, damit diese Verluste nicht verfallen?

Haben Sie Investmentfonds oder andere Wertpapiere, die ab 2009 gekauft wurden und einen Kursgewinn aufweisen? Überlegen Sie mit Ihrem Berater, ob es sinnvoll wäre, diese Kursgewinne zu realisieren, mit den Altverlusten zu verrechnen und damit steuerfrei zu erhalten.

Ein Beispiel:
Sie haben in 2008 Aktien verkauft und dabei einen Verlust von 3.000 Euro hinnehmen müssen. Dieser Verlust ist von Ihrem Finanzamt in einem besonderen Bescheid festgestellt. In 2013 verkaufen Sie Investmentfonds und realisieren einen Gewinn von 4.000 Euro. Zunächst wird Abgeltungsteuer einbehalten. Bei Ihrer Einkommensteuererklärung 2013 erklären Sie die Gewinne. Das Finanzamt berücksichtigt den Verlust von 3.000 Euro, so dass Sie nur 1.000 Euro (4.000 ./. 3.000) versteuern müssen. 3.000 Euro sind für Sie steuerfrei. Die zu viel gezahlte Abgeltungsteuer erhalten Sie zurück.
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Petra Seib, Steuerberaterin
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